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„Vergangenheit bewahren, Zukunft gestalten“

Philosophie

Die 1995 in Wien gegründete POK Pühringer Privatstiftung ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Kultur und Wissenschaft im Allgemeinen und Eigenverantwortung, Gemeinsinn und unternehmerisches Handeln im Besonderen sollen gefördert werden. Diesen gesellschaftlichen Wandel möchte die POK Pühringer Privatstiftung in den in ihrem Auftrag revitalisierten Räumlichkeiten des Palais Coburg unterstützen.
 In Österreich werden Stiftungen steuerlich erheblich entlastet und damit wird für sie die Möglichkeit geschaffen, Gemeinwohlaufgaben zu übernehmen. Die POK Pühringer Privatstiftung fördert aus eigenen Mitteln vor allem schwierige und risikoreiche Projekte, die eine Bildungswirkung, verbunden mit überzeugenden, wissenschaftlich begleiteten Beweisen für einen volkswirtschaftlichen Mehrwert, erbringen:

  • Sanierung des Denkmals Palais Coburg nebst Betriebswirtschafts- und Finanzstrategien zur Schaffung von ca. 100 Arbeitsplätzen und dem Nachweis, dass derartige "unwirtschaftliche Projekte" doch sinnvoll betrieben werden können.
  • "Kapitalmarktgespräche im Palais Coburg" für Unternehmer, Investoren und Stifter mit dem Thema Steigerung der Eigenkapitalrendite durch innovative Nutzung der Kapitalmärkte im Verbund mit einem auf das Gemeinwohl ausgerichteten Mäzenatentum.
  • Kultur-Selbstfinanzierungsprojekt mit den Wiener Sängerknaben mit dem Thema Eigenkapital-Bildung durch Cashflow-Optimierung aus Sicherheiten und Darlehen.
  • Die POK Pühringer Privatstiftung ist Generalsponsor der Wiener Sängerknaben, steht in Kooperation mit dem Theater in der Josefstadt, fördert das Wiener Kindertheater und vergibt Leistungsstipendien an Gymnasiasten.

Geschichte

Herzog Ferdinand Georg August von Sachsen-Coburg und Gotha (1785–1851) ließ das Palais Coburg in den Jahren 1840–1845 auf der Braunbastei der Wiener Innenstadt errichten. Der Umstand, dass das Palais Coburg einen mächtigen Befestigungswall aus der Zeit der Renaissance zum Fundament hat, macht eine seiner großen Besonderheiten aus: In gleichem Maß wie die prachtvolle Fassade das Bild der Stadt prägt, eröffnen sich unter der Erde faszinierende Wege in die Tiefen der Stadtgeschichte. Historisch wertvolle Bausubstanz aus sechs Jahrhunderten liegt unter dem Palais: die Kasematten der ehemaligen Bastei, ein Labyrinth aus Kellern und Hallen sowie Relikte der Stadtmauer, die alle mit größter Behutsamkeit erschlossen und erhalten wurden.

Unmittelbar nach seiner Fertigstellung im Revolutionsjahr 1848 wurde das Palais vermutlich nicht bewohnt. Doch bereits 1849 – mit dem Einzug von August von Sachsen- Coburg-Koháry und seiner Gemahlin Prinzessin Clementine von Orléans, Tochter des französischen "Bürgerkönigs" Louis Philippe – kam es zu erheblichen Umgestaltungen. So wurden die Prunkräume mit den Insignien des französischen Königshauses und des Wappen-Schildes des Hauses Sachsen-­Coburg ausgestattet. Die Fertigstellung der Figurenbekrönung auf dem Mittelrisalit datiert in das Jahr 1864.

Bis 1978 blieb das Palais im Besitz der Familie und wurde noch bis 1994 von Prinzessin Sarah Aurelia von Sachsen-Coburg-Koháry und ihrer Familie bewohnt.

Die Zeitläufe bescherten dem Palais nicht nur glanzvolle Tage. Über die Jahrzehnte wurde das kulturhistorisch bedeutende Bauwerk arg in Mitleidenschaft gezogen.

Mit der umfassenden Restaurierung und Revitalisierung ab dem Jahr 2000 und einer neuen Widmung als Ort der Genusskultur, der Kreativität und Wissenschaft wurde dem Palais Coburg seine Würde zurückgegeben. Dem Gemeinwohl verpflichtet, konnte die POK Pühringer Privatstiftung mit ihrem Engagement für das Palais Coburg einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung eines historisch bedeutenden Baudenkmals leisten.

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